Konzertkritik Wien,den 19.06.2003

Die Tage,ja schon die Wochen vor dem Auftritt von Shaky beim Donauinselfest,waren für mich sehr hektisch.Zum Einen war ich in ständigen Vorbereitungen mit der Tageszeitung „Kurier“ bezüglich eines Interiews an dem auch ich und Thomas Fekete hätte teilnehmen sollen und zum Anderenwar da auch noch das „Stones“ Konzert tags zuvor,für welches ich schon Tickets hatte,lange bevor Shaky`s Auftritt bekannt wurde.
Für diesen 18.06. hatten wir auch einen heißen Tipp,das Shaky mit der 14.10 Uhr Maschine aus London ankommen würde.Und so war es auch.
Da stand er,in voller Pracht.Für seine 55 Jahre sieht er immer noch verdammt gut aus,das muß an dieser Stelle einfach einmal gesagt werden.An seiner Seite seine Managerin Fr. Sue Davies.
Da wir noch immer keinen genauen Termin für das Interiew hatten ( im Gespräch war der heutige späte Nachmittag,dann wäre ich wohl erst sehr spät zum Stones Konzert gekommen) sprach ich Fr.Davies darauf an.Sie erklärte mir,das Shaky bereits einige Pressetermine am Nachmmittag im Programm hätte,unser Interiew morgen stattfinden würde.
Den genauen Termin wollte sie Hr. Huber vom Kurier aber noch heute mitteilen.So war es dann auch.
Kurz vor Beginn des Stones Konzertes bekam ich vom Kurier Bescheid,dass unser Interiew am Konzerttag,also morgen, um 15.15 Uhr Backstage hinter der Bühne stattfinden wird.
Nachdem ich diese Information erhalten hatte,hatte ich Mühe gedanklich voll bei einer fantastischen Show der Stones dabei zu sein.
15.15 Uhr nächster Tag – telefonisch bekamen wir die Information Backstage kommen zu dürfen.
Leider leider lief dann alles ganz anders als geplant,denn nur Hr. Huber durfte zu Shaky in den Wohnwagen,in welchen die Künstler untergebracht waren,hinein.Warum es zu dieser kurzfristigen Entscheidung kam,weiß ich beim besten Willen nicht.
Jedenfalls war von einem Interiew unserseits keine Rede mehr,als er wieder rauskam.Vielleicht hatte er auch Angst vor unangenehmen Fragen,zumal ständig Fernsehkameras auf ihn gerichtet waren.
Allerdings hat er bereitwillig unsere mitgebrachten Plattencovers und T-Shirts signiert und Thomas konnte ihm gerade noch entlocken,dass er noch immer regelmäßig Kontakt zu Dave Edmunds hat.
Schon war dieses Treffen vorbei und Shaky wieder in seinem Wohnwagen.
Unsere Erwartungshaltung war natürlich enorm groß gewesen,da dieses Interiew von langer Hand vorbereitet war.sogesehen natürlcih eine mehr als große Enttäuschung.
Aber schließlich siegte die Überzeugung,dass man es auch als großes Glück betrachten kann,wenigstens ein paar Worte persönlich mit seinem Idol gewechselt zu haben.
Zumal ich der festen Überzeugung bin,dass dies wohl Shaky`s letzter Auftritt hier in Österreich war,sozusagen die letzte Gelegenheit für uns mit ihm zu sprechen.
Die Stimmung für Shaky`s Auftritt war von Denis Jale und Andy Lee Lang bestens aufgeheizt und wir waren gespannt ob er diesen Abend noch eines draufsetzen könnte.
Schließlich war es soweit und Shaky betrat nach einer von Anthony und Tony etwas fad vorgetragenem Lucille die Bühne. Ganze 9 Jahre war er nicht mehr in Österreich gewesen,dementsprechend groß war die Begeisterung von zehntausenden Menschen.
Die Show selbst war von einigen Umstellungen abgesehn,ident mit jener von 1999/2000.Leider blieben auch neue Songs aus! Mein persönliches Highlight war „Tear It Up“ wo er richtig „warm“ wurde,leider war es zugleich das Ende der Show.
Ich hätte gern gewusst wie Billy Swan und Andy Lee Lang Shaky`s Show beurteilt haben – sie haben seine Show backstage auf einem Monitor mitverfolgt.Wir werden uns wohl damit abfinden müssen,daß Shaky in Zukunft viel seriöser auftritt und seine Bewegungen an den richtigen Stellen platziert,wie dies Jörg Zänker sehr höflich formuliert hat.
Auf jeden Fall gehört seine Show etwas aufgepeppt,auch müsste er seinen sehr guten Musikern viel mehr Freiräume erlauben.
Stuart Colman war schlicht in Überform,leider konnte er Shaky mit seiner Spielfreude nicht anstecken,was vielleicht auch daran lag,dass Shaky nach 3 Jahren Pause wohl auch etwas nervös war den größten Auftritt seines Lebens zu bestreiten.
Alles in Allen darf er aber zufrieden sein mit diesem Aufttritt,die Presse war ihm wohlgesonnen,und das TV Spezial zum 20. Donauinselfest rückte ihn ins rechte Licht.Die einzige negative Kritik kam von der Konzertagentur Scheibmaier,welche ihn unter Vertrag genommen hatte. Karl Scheibmaier wörtlich: „Heuer hatten wir die größten Probleme mit Shakin`Stevens der noch immer glaubt ein Weltstar zu sein.“ Na ja...
Für mich persönlich war es toll so vile alte Fans wiederzutreffen und neue kennenzulernen.Ich habe viel Zeit und Geld investiert um Shaky bei diversen Fernseh und radiostationen sowie in der Presse ins rechte Licht zu rücken und ich bereue keinen Cent und keine Minute.
Für mich war das das Mindeste was ich für ihn hier in Österreich machen kann.In Wien habe ich voller Stolz mein Shaky T-Shirt getragen und ich hoffe,das ich noch mal die Gelegenheit haben werde,Shaky live zu sehen,auch wenn ich nicht glaube das dieses Konzert der Auftakt für weitere Konzerte war! Eine gute CD traue ich ihm aber allemal noch zu.
Eines habe ich in all den jahren als Shakyfan schon gelernt,nämlich das wenn niemand mehr mit etwas gerechnet hat,Shaky uns wieder überrascht hat. Denkt an „I Might“ 1990 oder eben seine 99èr Tour in UK,die wirklich verdammt gut war.
Wer weiß schon was uns noch bevorsteht.Gespannt sein darf man auch auf Fotos für seine Homepage! Welche in Wien extra für diesen Zweck gemacht wurden.

P.S.: Apropos Fotos – meine sind allesamt nichts geworden,wäre toll wenn ihr mir ein paar schicken könntet...

Euer
Shakemaster
Walter Riedler
Kirchweg 195
8200 Gleisdorf - Österreich