Shakin‘ Stevens als Star des Abends

22. Frankfurter Opernball wirft erste Schatten voraus / Ungewöhnlich großes Interesse an Karten

Frankfurt (mic) - "Gefeiert wird immer" oder "Der Aufschwung kommt". Egal welche Theorie man bemühen will, das Resultat steht: Die Nachfrage bei Karten für den 22. Frankfurter Opernball ist so ungeduldig wie seit langem nicht mehr. Während das Ticketkontingent im vergangenen Jahr gerade mal so unter die Leute gebracht werden konnte, häuften sich für den Termin am Samstag, 21. Februar 2004, bereits jetzt die Anfragen, berichtet Ballorganisator Manfred Pasenau gestern. "Das Programm ist noch vollkommen unbekannt, und die Einladungen gehen auch erst heute raus. Aber den Leuten ist das egal. So etwas nenne ich einen guten Ruf", freut sich der Veranstalter, der sich anschickt, den Opernball zum 18. Mal zu organisieren. Erwartet werden 2300 Gäste.

Die Anfragen kämen aus ganz Deutschland, im Parkett seien schon bedeutende Kartenzahlen an Firmen und Privatleute vergeben, berichtet er. Firmenbuchungen machten hier fast die Hälfte der Sitzplätze aus. Seit Jahren liegen die Eintrittspreise unverändert zwischen 130 Euro für jüngere Besucher bis 25 Jahren und 600 Euro.

Pasenau "knabbert" noch immer an den Verlusten, die ihm die Übertragung des Balles im Jahre 2002 durch den Hessischen Rundfunk bescherte. Ohne diese Belastung habe das Plus im vergangenen Jahr bei 10 000 Euro gelegen. Die traditionell lockere Tanzveranstaltung beschließt die Frankfurter Ballsaison und stellt neben dem am 7. Februar zum 3. Mal in Frankfurt stattfindenden Ball des Sports den gesellschaftlichen Höhepunkt des Veranstaltungsjahres am Main dar.

"Rock ‘n Colors" lautet das Motto, hinter dem sich sowohl die farbenprächtige Gestaltung als auch der Top-Star des Abends verbergen. Die Rockabilly-Legende Shakin‘ Stevens ("Marie, Marie", This Ole House", "Oh, Julie") und die deutsche "Beat-Band Nr. 1" des Jahres 1963, "The Lords", sollen die Alte Oper in Schwingungen versetzen. Des weiteren angesagt - für die Freunde des ernsthaften Tanzes - sind Günter Noris und seine Big Band. Ansonsten setzen Pasenau und Ball-Regisseurin Patricia Rosemeier auf die altbewährten Ingredienzien, die schon seit Jahren auf den fünf Etagen der Alten Oper für Stimmung sorgen: Artisten, Zauberer, Künstler, insgesamt 17 verschiedene Bands und ein Jahrmarkt der "Fress"-Stände von deftig bis edelst. Eine Disco bietet wieder aktuelle Hits aus der Konserve.

Über die Stargäste schweigt sich Pasenau noch aus. Es sei immer wieder peinlich, zu früh irgendwelche Namen in die Welt zu setzen, wenn das Ganze dann am Ende doch nicht klappe. "Falls die Amerikaner weiterhin große Befürchtungen beim Fliegen haben, gibt es auch in Europa genug bekannte Gesichter", bleibt Pasenau gelassen.

Die Karten für den 22. Frankfurter Opernball sind nicht im normalen Vorverkauf erhältlich. Interessierte können sich in eine Warteliste eintragen lassen. Kontakt: 069- 15051-70/71.